MVP ist die minimal funktionsfähige Version eines Produkts, die über einen ausreichenden Funktionsumfang verfügt, um die wichtigsten Geschäftshypothesen mit minimalen Kosten und Entwicklungszeit zu testen. Die Definition eines MVP ermöglicht es, die Idee so früh wie möglich zu testen, Feedback zu erhalten und das Risiko großer Verluste durch unnötige Funktionalität zu minimieren.
Wichtige Merkmale:
Der Prozess zur Bestimmung des MVP beginnt mit der Ermittlung der grundlegenden Geschäfts- und Benutzeranforderungen, deren Segmentierung nach Kritikalität (zum Beispiel mithilfe von MoSCoW) und der Auswahl nur des Notwendigen zur Schaffung von Wert.
Wird MVP oft die Grundlage für das endgültige Produkt?
Nein, MVP sollte nicht zur endgültigen Umsetzung werden, sondern dient nur dem Testen von Hypothesen. Das Produkt wird basierend auf den Ergebnissen des Feedbacks weiterentwickelt oder sogar umfassend umgestaltet.
Kann man ein MVP "auf Papier" erstellen, ohne das Entwicklungsteam zu steuern?
Ja, manchmal kann MVP als Prototyp, Mock-up, Landingpage oder Simulation realisiert werden. Wichtig ist der Test der Hypothese mit minimalen Kosten, nicht die Existenz einer komplexen Entwicklung.
Enthält MVP alle Funktionen, die der Kunde möglicherweise benötigt?
Nein. In MVP werden nur die für einen frühen Test notwendigen Elemente aufgenommen: alles, was nice-to-have, zusätzliche Optionen und "auf Kundenwunsch" wird ausgeschlossen.
Negativer Fall: Das Unternehmen hat sofort 10 Funktionen implementiert, von denen die meisten nicht nachgefragt wurden, und ein "vollständiges" Produkt veröffentlicht. Vorteile:
Positiver Fall: Der Analyst und der Kunde beschrieben nur eine Schlüssel-Funktion, sammelten eine Zielgruppe, starteten einen einfachen Prototyp, und schnell wurde Feedback gesammelt. Vorteile: