Historie:
Ein Bugsbericht ist das zentrale Artefakt eines Testers. Über Jahrzehnte hat die Qualität der Bugsberichte die Kommunikationsgeschwindigkeit zwischen den QA- und DEV-Teams bestimmt, wodurch die Zeit für das Beheben von Bugs verkürzt oder verlängert wurde.
Problem:
Schlecht formulierte Bugsberichte (fehlende klare Schritte, ungenaue Beschreibungen, fehlendes erwartetes Verhalten) führen zu falschen Interpretationen der Aufgabe und fehlerhaften Korrekturen, was Zeit durch zusätzliche Klärungen kostet. Dies ist die Hauptursache für Konflikte zwischen den Teams.
Lösung:
Kernmerkmale:
Kann man mehrere ähnliche Bugs (z.B. für verschiedene UI-Elemente) in einem Bugsbericht zusammenfassen?
Nein. Jeder Bug ist ein separater Fehler, da die Behebung eines Bugs andere möglicherweise nicht löst. Ausnahme sind massenhaft auftretende Bugs mit ähnlicher Natur (z.B. globaler Stilverlust).
Ist "Funktioniert nicht"/"Lässt sich nicht öffnen" ein ausreichender Titel für einen Bug?
Nein. Der Titel sollte spezifisch sein (z.B. "[Profil] Die Schaltfläche Speichern ist nach Eingabe gültiger Daten nicht aktiv").
Sollte man die Schritte nur minimal angeben, wenn der Bug offensichtlich ist?
Nein. Auch offensichtliche Bugs sollten klar beschrieben werden – um Missverständnisse und für die Produktgeschichte zu vermeiden.
Der Tester hat einen Bugsbericht mit folgendem Text erstellt:
Die Schaltfläche funktioniert nicht.
und ohne Angabe von Schritt, Umgebung und erwarteten Ergebnis. Der Entwickler konnte den Bug nicht reproduzieren, der Bericht wurde als "Nicht reproduzierbar" geschlossen.
Vorteile:
Nachteile:
Der Tester hat detailliert beschrieben:
Vorteile:
Nachteile: