Business AnalyseBusiness-Analyst

Was beinhaltet die Machbarkeitsanalyse (feasibility analysis) und warum ist sie in der Business-Analyse wichtig?

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Antwort.

Die Machbarkeitsanalyse ist die Untersuchung der Anforderungen eines Projekts hinsichtlich technischer, geschäftlicher, ressourcenbezogener, zeitlicher und rechtlicher Machbarkeit.

Der Business-Analyst führt diese Analyse durch, bevor eine Entscheidung getroffen und in die Entwicklung übergeben wird, um das Risiko von Verzögerungen oder die Investition von Ressourcen in nicht umsetzbare Funktionen zu verringern.

Im Rahmen der Analyse:

  • Überprüft der Analyst, ob die Umsetzung der Anforderung unter Berücksichtigung technologischer Einschränkungen möglich ist (z. B. Integration mit veralteten Systemen).
  • Bewertet er, wie gut die Anforderung mit den Unternehmenszielen und der Strategie übereinstimmt.
  • Validiert er die rechtliche Unbedenklichkeit (DSGVO, lokale Gesetzgebung).
  • Berechnet er den Ressourcen- und Zeitbedarf.

Wichtige Merkmale:

  • Die Analyse wird iterativ durchgeführt, mit Beteiligung von Architekten und wichtigen Stakeholdern.
  • Anforderungen, die diese Phase nicht bestehen, werden überarbeitet oder abgelehnt.
  • Die Machbarkeit kann wirtschaftlich, technisch, betrieblich und rechtlich sein.

Fangfragen.

Reicht das Expertenurteil des Business-Analysten für die Machbarkeitsanalyse aus?

Nein, Teamarbeit ist erforderlich: Analyst, Architekt, spezialisierte Entwickler, oft auch Rechtsanwälte.

Wenn eine Anforderung die Machbarkeitsprüfung bestanden hat, bedeutet das, dass sie automatisch umgesetzt wird?

Nein, Machbarkeit ist eine notwendige, aber nicht ausreichende Bedingung, denn auch Projektprioritäten und -eingrenzungen beeinflussen die Wahl.

Ist die Machbarkeitsanalyse nur zu Beginn des Projekts erforderlich?

Nein, sie muss bei jeder signifikanten Änderung der Anforderungen oder Umsetzungsbedingungen wiederholt werden.

Typische Fehler und Antipatterns

  • Vernachlässigung der Machbarkeitsanalyse für "einfache" oder reguläre Anforderungen
  • Unterschätzung technischer oder regulatorischer Einschränkungen
  • Fokussierung nur auf die Wünsche der Stakeholder, ohne Rücksprache mit Architekten oder Entwicklern

Beispiel aus dem Leben

Negativer Fall:

  • Das Unternehmen wollte einen superschnellen Online-Rechner umsetzen, berücksichtigte jedoch nicht die veraltete Infrastruktur. Infolgedessen stellte sich bereits einen Monat nach dem Start heraus, dass die Anforderung nicht umsetzbar war - das Produkt musste gekürzt werden. Vorteile: Schnelle Reaktion auf die Bedürfnisse des Unternehmens. Nachteile: Zeitverlust, Geldverlust, Unzufriedenheit der Stakeholder.

Positiver Fall:

  • Vor dem Start neuer Funktionen für Einzelhandelskunden durchliefen die Anforderungen eine vorläufige Machbarkeitsanalyse, Einschränkungen wurden identifiziert, ein Teil der Anforderungen wurde überarbeitet. Das endgültige Release wurde fristgerecht und mit minimalen Anpassungen umgesetzt. Vorteile: Minimierung der Risiken von Verzögerungen und Budgetüberschreitungen. Nachteile: Zeitaufwand für die analytische Bearbeitung vor Beginn der Arbeiten.