Checklisten sind ein Satz kurzer, formalisierter Punkte, die der Tester nacheinander ausführt, um die Anwendung zu überprüfen. Sie dienen der Strukturierung von Tests, der Sicherstellung der Reproduzierbarkeit und der Minimierung von Auslassungen.
Hintergrund der Frage:
Checklisten im Testing entstanden als einfaches Werkzeug zur Beschreibung der Aspekte eines Systems, die überprüft werden müssen, oft für Regressionstests oder die Überprüfung "kritischer" Benutzerpfade.
Problem:
Am häufigsten treten Fehler auf aufgrund von zu oberflächlichen Punkten ("Überprüfung der Authentifizierung"), vergessenen wichtigen Szenarien, Verwirrung durch Checklisten und deren Veralterung. Auch beim Einsatz langer Checklisten geht die Flexibilität der Tests verloren.
Lösung:
Wesentliche Merkmale:
Kann man Checklisten in jeder Situation als Ersatz für Testfälle betrachten?
Nein, Checklisten werden normalerweise für einfachere oder wiederkehrende Überprüfungen verwendet, bei denen detaillierte Schritte nicht erforderlich sind, während für komplexe oder kritische Funktionalitäten detaillierte Testfälle geeignet sind.
Müssen Checklisten immer in jedem Schritt detailliert sein?
Nein, der Detaillierungsgrad hängt vom Zweck ab: Für ein erfahrenes Team — kurz, für neue Mitarbeiter — ausführlicher.
Stimmt es, dass eine universelle Checkliste für jeden Release ausreicht?
Nein, Checklisten veralten schnell. Sie müssen refaktoriert und an die realen Änderungen des Produkts angepasst werden.
Im Team wird dieselbe Checkliste für alle Releases verwendet, ohne sie ein Jahr lang zu aktualisieren. Infolgedessen bleiben wesentliche Änderungen in der Funktionalität unberücksichtigt, ein kritischer Fehler gelangt in die Produktion.
Vorteile:
Nachteile:
Der Tester aktualisiert die Checkliste nach jeder Überarbeitung, stimmt die Änderungen mit den Entwicklern ab und hat einen Prozess zur Überprüfung der Checkliste bei jedem Sprint eingerichtet.
Vorteile:
Nachteile: