GAP-Analyse ist eine Methode zum Vergleich des aktuellen Zustands von Geschäftsprozessen, Systemen oder organisatorischen Fähigkeiten mit dem gewünschten (Ziel-)Zustand. Das Hauptziel besteht darin, die Unterschiede („GAP“) zu bestimmen und dann Schritte zur deren Schließung zu skizzieren.
Um die GAP-Analyse korrekt durchzuführen, muss man:
Wesentliche Merkmale:
Wie unterscheidet man die GAP-Analyse von der SWOT-Analyse?
Die GAP-Analyse zeigt konkrete Unterschiede zwischen dem aktuellen und dem Zielzustand, während die SWOT-Analyse die Stärken und Schwächen der Organisation auf einer allgemeineren Ebene bewertet und nicht auf der Ebene des Zustandvergleichs.
Ist es notwendig, komplexe Diagramme für die GAP-Analyse zu erstellen?
Nein. Wichtiger sind die Transparenz und Genauigkeit der Daten und nicht die Form der Visualisierung. Manchmal reicht eine Tabelle oder ein einfaches Diagramm aus.
Ist die GAP-Analyse nur ein Werkzeug für IT-Projekte?
Nein. Die GAP-Analyse ist für alle organisatorischen, prozessbezogenen und produktbezogenen Veränderungen anwendbar, nicht nur in der IT.
Negativer Fall: Die GAP-Analyse wurde „der Form halber“ durchgeführt, der Zielzustand wurde nicht formalisiert. Vorteile: Schnelle Durchführung der Analyse Nachteile: Änderungen führten zu keinem Ergebnis, da die tatsächliche Lücke und deren Ursachen nicht ermittelt wurden.
Positiver Fall: Der Analyst versammelte ein Team, beschrieb gemeinsam den aktuellen und den Zielzustand, fand die grundlegenden Ursachen der Lücken und erstellte eine Roadmap für Veränderungen. Vorteile: Transparenz des Prozesses, Stakeholder involviert, KPI erreicht Nachteile: Mehr Zeit für Interviews und Abstimmung aufgewendet