Historisch gesehen beschrieben Analysten Schnittstellen mit Worten oder in Form von Bildschirmmasken in Dokumenten. Dies führte zu Missverständnissen und häufigen Überarbeitungen, da eine Visualisierung der Anforderungen faktisch fehlte. Der moderne Trend besteht in der verpflichtenden Nutzung interaktiver Prototypen (Figma, Axure, Balsamiq), die es Stakeholdern und dem Entwicklungsteam ermöglichen, die "Zukunft" des Produkts zu "sehen".
Problem: Ohne visuelle Prototypen entstehen Missverständnisse selbst in einfachen Szenarien; das Geschäft und das Team können textuelle Beschreibungen unterschiedlich auslegen. Oft tauchen bereits während der Entwicklung Punkte auf, die früher berücksichtigt werden sollten.
Lösung: Aktive Einbindung aller Beteiligten in der Phase der Vereinbarung des Wireframes. Es ist wichtig, Prototypen nicht nur gemäß den Geschäftsprozessen zu erstellen, sondern diese auch mit Erläuterungen zum Verhalten jedes Feldes/Elements zu begleiten, typische/atypische Szenarien (Edge Cases) zu modellieren und Feedback dazu einzuholen, bevor die Aufgabe in die Entwicklung geht.
Schlüsselfunktionen:
Kann man nur mit textuellen Beschreibungen von Bildschirmen auskommen, wenn die Liste der Felder klar ist?
Antwort: Nein. Selbst wenn die Felder bekannt sind, können Struktur, Reihenfolge, Logik der Übergänge, Validierungsregeln und mobile Anpassungen unterschiedlich interpretiert werden. Prototypen helfen, diese Unterschiede vor Beginn der Arbeiten zu identifizieren.
Sind Wireframes eine vollständige Spezifikation für die Entwicklung?
Antwort: Nein, Wireframes sind die visuelle Grundlage. Sie müssen unbedingt mit Verhaltensszenarien, Geschäftsregeln und einer Beschreibung der Ausnahmebehandlungslogik ergänzt werden. Nur die Gesamtheit ergibt die endgültige technische Anforderung.
Wer ist für die Genehmigung der Prototypen verantwortlich: der Analyst oder das Geschäft?
Antwort: Die Verantwortung ist gemeinsam, aber der Analyst initiiert, organisiert die Klärungen und bringt es zu einem Konsens. Das Geschäft bestätigt das Ergebnis.
Negativer Fall: Zu Beginn des Projekts stellte der Kunde eine Beschreibung in Form einer Liste von Feldern zur Verfügung. Bei Tests nach dem Release wurden inkorrekte Fehlerbehandlungsszenarien und nicht offensichtliche Benutzeraktionen entdeckt.
Vorteile:
Nachteile:
Positiver Fall: Wir führten eine Reihe von Workshops durch, in denen wir Wireframes für jede Phase entworfen und genehmigt haben. Alle Edge Cases wurden iterativ bis zur Genehmigung bearbeitet.
Vorteile:
Nachteile: