Die Geschichte dieser Frage geht auf die klassischen Schwierigkeiten der Interaktion zwischen Business und IT zurück – subjektive Meinungen, persönliche Eindrücke und Emotionen verzerren oft Anforderungen und Prioritäten (zum Beispiel ist das, was für einen "kritisch" ist, für einen anderen wenig interessant).
Problem: Der Einfluss subjektiver Faktoren führt zu Verlusten an Objektivität, Konflikten und Intransparenz, was sich negativ auf die Qualität des Systems und die Zufriedenheit des Kunden auswirkt. Implizite Präferenzen wichtiger Stakeholder können nicht argumentierte Wünsche in die Anforderungen schleusen.
Lösung:
Schlüsselfeatures:
Reicht es aus, ein allgemeines Meeting zur Anforderungserhebung mit Business-Experten abzuhalten, um alle subjektiven Punkte zu klären?
Nein. In Meetings gehen einige Meinungen aufgrund der Dominanz aktiver Teilnehmer verloren, wichtige Details bleiben oft unberücksichtigt. Eine individuelle oder kleine Gruppeninterviewführung ist notwendig, gefolgt von der Zusammenführung der Ergebnisse.
Kann die Meinung des Produktinhabers als einzige wahre Quelle für alle Anforderungen betrachtet werden?
Nein. Der Product Owner ist eine wichtige Quelle, aber andere Stakeholder (z.B. Support, Buchhaltung, Sicherheit, Benutzer) können kritische Nuancen aufzeigen, deren Ignorierung zu schwerwiegenden Fehlern führen kann.
Sollte man immer der Priorisierung der Anforderungen durch das Business ohne zusätzliche Überprüfung der Begründung vertrauen?
Nein. Priorisierungen sind oft subjektiv und hängen von den aktuellen Geschäftsziele ab. Es ist notwendig, Prioritäten mit Hilfe von Wert/Risiko-Matrizen, ROI und strategischen Zielen des Unternehmens zu begründen.
Negativer Fall: Der Analyst hat die Anforderungen nur mit einem Vertreter des Business abgestimmt und die Benutzer und technischen Spezialisten vollständig ignoriert.
Vorteile:
Nachteile:
Positiver Fall: Der Analyst hat eine Karte der wichtigsten Einflussgruppen entwickelt, Interviews mit allen geführt, Abweichungen dokumentiert und ein Dokument zur Priorisierung auf Basis objektiver Kriterien vorbereitet.
Vorteile:
Nachteile: