Eine Geschäftsanforderung ist eine Beschreibung des gewünschten Geschäftsziels oder der Aufgabe, die eine Organisation mit einer neuen Lösung erreichen möchte. Eine systemische Anforderung beschreibt, wie das Informationssystem diese Geschäftsziele konkret umsetzen soll. Die Trennung ist sehr wichtig für eine korrekte Hierarchie der Dokumentation und zur Vermeidung von Diskrepanzen zwischen den Erwartungen des Unternehmens und der technischen Umsetzung.
Beispiele:
Wichtige Merkmale:
Warum sollte man nicht nur systemische Anforderungen beschreiben, ohne die Geschäftsanforderungen zu berücksichtigen?
Ein solcher Ansatz führt zu einer "Engstirnigkeit" bei der Ausarbeitung der Lösung: Das technische Team setzt nicht das um, was das Geschäft tatsächlich braucht, sondern nur das, was im Pflichtenheft festgelegt ist. Infolgedessen können strategische Ziele oder schwerwiegende unberücksichtigte Bedürfnisse übersehen werden.
Können sich die Geschäftsanforderungen im Laufe des Projekts ändern und warum ist es wichtig, jede Änderung zu dokumentieren?
Ja, Geschäftsanforderungen ändern sich häufig aufgrund von sich ändernden Marktbedingungen oder einer Klärung der Ziele. Es ist entscheidend, Änderungen zu dokumentieren, um die Nachverfolgbarkeit der Anforderungen zu gewährleisten und systemische Anforderungen rechtzeitig anzupassen.
Bedeutet das, dass eine systemische Anforderung nur technisch ist und keinen Einfluss auf die Geschäftsergebnisse hat?
Nein. Eine systemische Anforderung steht in direktem Zusammenhang mit dem Erreichen von Geschäftsergebnissen, da ihre Umsetzung die Erfüllung der entsprechenden Geschäftsanforderung sicherstellt.
Ein Business-Analyst schreibt sofort ein Pflichtenheft mit systemischen Anforderungen, ohne die Geschäftsziele festzuhalten.
Vorteile:
Nachteile:
Der Analyst dokumentiert die Geschäftsanforderungen, erhält deren Bestätigung und formuliert anschließend die systemischen Anforderungen auf deren Grundlage.
Vorteile:
Nachteile: