Die Identifizierung aller Stakeholder ist eine der vordringlichsten Aufgaben eines Business-Analysten. Wenn die Interessen aller relevanten Teilnehmer nicht berücksichtigt werden, kann es im späteren Verlauf des Projekts zu "Überraschungen" kommen. Zur richtigen Identifizierung und Klassifizierung werden folgende Methoden verwendet:
Die Klassifizierung erfolgt nach Grad des Einflusses und Interesses, beispielsweise mit Hilfe der Mendelow-Matrix oder des Power/Interest Grids.
Wesentliche Merkmale:
Reicht es aus, nur den Budgetverantwortlichen als Schlüssel-Stakeholder zu bestimmen?
Nein, neben ihm gibt es möglicherweise Benutzer, technische Experten, externe Lieferanten usw., und alle können den Erfolg des Projekts beeinflussen.
Sollten allen Stakeholdern die gleiche Aufmerksamkeit geschenkt werden?
Nein, es ist wichtig, ihren Einfluss und ihr Interesse zu bestimmen. Manche müssen nur informiert werden, während man mit anderen eng zusammenarbeiten muss.
Kann ein veraltetes Organigramm zur Identifizierung von Stakeholdern verwendet werden?
Nein, die Struktur könnte sich verändert haben, und andere Personen oder Abteilungen haben jetzt möglicherweise Einfluss.
Negativer Fall: Der Analyst verwendete eine Liste von Stakeholdern aus einem alten Projekt und führte keine Klarstellungen in der Organisation durch. Vorteile: Schnelle Startdokumentation. Nachteile: Es traten unerwartete Einflussgruppen auf, ein versteckter Gegner tauchte auf, das Projekt stockte.
Positiver Fall: Es wurde ein Workshop mit dem Team durchgeführt, eine Stakeholder-Karte erstellt, ein neuer aktiver Vertreter der Benutzer gefunden. Vorteile: Berücksichtigung aller, die den Erfolg beeinflussen können. Nachteile: Zeitaufwand für Detailarbeit und erste Kommunikation.