Business AnalyseBusiness-Analyst

Welche Möglichkeiten gibt es, um Stakeholder zu identifizieren, und warum ist es wichtig, sie richtig zu klassifizieren?

Bestehen Sie Vorstellungsgespräche mit dem Hintsage-KI-Assistenten

Antwort.

Die Identifizierung aller Stakeholder ist eine der vordringlichsten Aufgaben eines Business-Analysten. Wenn die Interessen aller relevanten Teilnehmer nicht berücksichtigt werden, kann es im späteren Verlauf des Projekts zu "Überraschungen" kommen. Zur richtigen Identifizierung und Klassifizierung werden folgende Methoden verwendet:

  1. Interviews mit Schlüsselpersonen: Gespräche mit bekannten Projektleitern, die auf andere Einflussgruppen hinweisen können.
  2. Analyse der Organisationsstruktur: Untersuchung des Organigramms, um formale und informelle Führungskräfte zu identifizieren.
  3. Brainstorming mit dem Team: Ermöglicht die Sammlung von Daten über verdeckte und sekundäre Stakeholder.
  4. Stakeholder-Kartierung: Auf einer visuellen Karte werden der Einfluss und das Interesse jeder Gruppe oder Person dargestellt.

Die Klassifizierung erfolgt nach Grad des Einflusses und Interesses, beispielsweise mit Hilfe der Mendelow-Matrix oder des Power/Interest Grids.

Wesentliche Merkmale:

  • Analyse nicht nur formaler, sondern auch informeller Stakeholder
  • Einsatz spezieller Werkzeuge zur Kategorisierung
  • Klassifizierung ermöglicht die Festlegung von Prioritäten für die Kommunikation.

Fangfragen.

Reicht es aus, nur den Budgetverantwortlichen als Schlüssel-Stakeholder zu bestimmen?

Nein, neben ihm gibt es möglicherweise Benutzer, technische Experten, externe Lieferanten usw., und alle können den Erfolg des Projekts beeinflussen.

Sollten allen Stakeholdern die gleiche Aufmerksamkeit geschenkt werden?

Nein, es ist wichtig, ihren Einfluss und ihr Interesse zu bestimmen. Manche müssen nur informiert werden, während man mit anderen eng zusammenarbeiten muss.

Kann ein veraltetes Organigramm zur Identifizierung von Stakeholdern verwendet werden?

Nein, die Struktur könnte sich verändert haben, und andere Personen oder Abteilungen haben jetzt möglicherweise Einfluss.

Typische Fehler und Anti-Patterns

  • Ignorieren von "unsichtbaren" Stakeholdern (z.B. normalen Benutzern)
  • Unzureichende Detailgenauigkeit in der Einfluss-/Interessenmatrix
  • Überlastung der Kommunikation mit niedrigpriorisierten Gruppen.

Beispiel aus dem Leben

Negativer Fall: Der Analyst verwendete eine Liste von Stakeholdern aus einem alten Projekt und führte keine Klarstellungen in der Organisation durch. Vorteile: Schnelle Startdokumentation. Nachteile: Es traten unerwartete Einflussgruppen auf, ein versteckter Gegner tauchte auf, das Projekt stockte.

Positiver Fall: Es wurde ein Workshop mit dem Team durchgeführt, eine Stakeholder-Karte erstellt, ein neuer aktiver Vertreter der Benutzer gefunden. Vorteile: Berücksichtigung aller, die den Erfolg beeinflussen können. Nachteile: Zeitaufwand für Detailarbeit und erste Kommunikation.