Die Wahl der Umsetzungsstrategie hängt von vielen Parametern ab: der Reife des Auftraggebers, dem Grad der Klarheit der Anforderungen, den Fähigkeiten des Teams, der Kritikalität von Fristen und Budget.
Wasserfall wird angewendet, wenn die Anforderungen von Anfang an klar und stabil sind, das Projekt streng reguliert ist (z.B. staatliche Ausschreibungen, große Integrationslösungen für Unternehmenskunden).
Agile wird gewählt, wenn signifikante Änderungen während der Umsetzung möglich sind, der Auftraggeber bereit ist, iterativ Wert zu liefern und ständige Anpassungen vorzunehmen.
Der Analyst bewertet:
Wesentliche Merkmale:
Kann der Analyst die Methodologie mitten im Projekt vollständig ändern?
Nein, der Übergang erfordert ein Reengineering des Arbeitsmodells, was teuer und riskant ist. Häufig werden Elemente beider Ansätze gemischt.
Ist Agile immer schneller als Wasserfall?
Nein, Agile garantiert kein schnelles Ergebnis, wenn der Auftraggeber nicht am Prozess beteiligt ist und keine Veränderungskultur herrscht.
Sind alle Projekte ideale Kandidaten für Agile?
Nein, für Projekte mit festen Anforderungen und hohem Risiko regulatorischer Sanktionen ist Agile nicht immer geeignet.
Negativer Fall: In einem Unternehmensprojekt wurde versucht, Scrum ohne Erfahrung und Einbindung des Auftraggebers einzuführen, die Anforderungen änderten sich chaotisch, die Frist wurde überschritten.
Positiver Fall: In einem Projekt für ein Startup wurde Kanban eingeführt, der Auftraggeber beteiligte sich an der Priorisierung der Aufgaben, die Anforderungen änderten sich über das Product Backlog, es gab kontinuierliche Auslieferungen nützlicher Updates.